Schott ist ein US-amerikanisches Bekleidungsunternehmen mit Sitz in New York, das 1913 von Jack und Irving Schott gegründet wurde. Die Brüder begannen damit, in einer Fabrikwerkstatt im Keller der Lower East Side von Manhattan Regenmäntel zu nähen und zu fertigen.
1928 entwarf und realisierte Irving Schott die erste Lederjacke für Motorradfahrer: die Perfecto. Für 5,50 Dollar an einen Harley-Davidson-Händler verkauft, überzeugte die Perfecto durch Widerstandsfähigkeit und Robustheit und etablierte sich sofort in der amerikanischen Modelandschaft. In den Vierzigerjahren, während des Krieges, erhielt die Marke von der US Air Force den Auftrag, eine Bomberjacke zu entwickeln, die Soldaten und Offiziere vor der eisigen Kälte in großer Höhe schützen sollte. Man polsterte sie mit echter Lammwolle und versah sie mit dekorativen Details wie Bündchen, Taillenbund und sichtbaren Brustrevers. So entstand die Schott B-3: robust und wärmend, wurde diese Jacke aus Leder und Wolle in den folgenden sechzig Jahren von Schott für die US-Streitkräfte produziert. Nach Ende des Weltkriegs kleidete die Marke zahlreiche Schauspieler bei ihren berühmtesten Auftritten, darunter James Dean und Marlon Brando.
In den Siebziger- und Achtzigerjahren wurde Schott mit der Punk-Bewegung in Verbindung gebracht. Die Welle der Rebellion erreichte die Straßen von Downtown New York über den legendären Underground-Musikclub CBGB. Die Schott Perfecto wurde zur regelrechten Uniform von Rockstars wie den Ramones, Blondie, Joan Jett und den Sex Pistols. 2013 feierte das Unternehmen sein 100-jähriges Bestehen und würdigte damit die Arbeit der dritten und vierten Generation der Familie Schott, die von den heutigen Geschäftsführern fortgeführt wird.