Comme des Garçons bringt 1981 die östliche Avantgarde in den Westen, genauer gesagt nach Paris, und stellt das Prêt-à-porter mit einer Reihe von schwarzen, asymmetrischen und zerrissenen Kleidern komplett auf den Kopf, im krassen Gegensatz zu den kräftigen Farben, den Prints und dem Stil der 80er Jahre. Sofort erkennbar am Logo in Form eines aufgedruckten Herzens auf T-Shirts und Sneakers mit klassischen, aber zeitgemäßen Linien, umfassen die Kollektionen der Marke auch Jacken und Hosen mit einzigartigen Silhouetten.
1969 von der Designerin Rei Kawakubo gegründet, zeichnet sich die japanische Modemarke durch dekonstruierte Linien und einen unkonventionellen Stil aus. Kennzeichnend für Comme des Garçons ist die innovative Erkundung des „In-between-ness“ der Dualismen wie „Mann/Frau“ und „Präsenz/Abwesenheit“ in einer erstaunlichen Bandbreite an originellen Kreationen, indem die Herrenmode mit Rüschen und Volants neu interpretiert wird, im deutlichen Kontrast zur Strenge der Krawatten, oder auch durch die Lancierung verschiedener Parfümlinien, die mit unterschiedlichen Essenzen wie Gummi, Teer und Nagellack kreiert werden.
Mit der Einführung von Dekonstruktion, Asymmetrie und monochromen Schemata als neuem Paradigma der konzeptuellen Mode haben ihre Kreationen stets den Ruf der „Anti-Mode“ bewahrt und fordern dazu heraus, die Grenzen von Schönheit und Mode neu zu definieren.
