MooRER verdoppelt: Flagship am San Babila und Ankunft in New York
Kurz gefasst: MooRER kündigt einen doppelten Sprung an: In Mailand verlässt das Haus die Via Montenapoleone für einen Flagship-Store von rund tausend Quadratmetern am Corso Venezia 2, mit Blick auf die Piazza San Babila, und in New York eröffnet es seinen ersten amerikanischen Store an der Gansevoort Street 73 im Meatpacking District. Im September folgt auch Miami.
Es gibt eine leise Art zu wachsen, die den Stücken ähnelt, die MooRER in Verona fertigt: makellose Verarbeitung, kein Getöse und die Gewissheit, von jenen bemerkt zu werden, die zu sehen verstehen. Die offizielle Ankündigung vom Freitag, dem 17. Juli, erzählt jedoch von einer Beschleunigung, die alles andere als leise ist: Die Luxusmarke für Oberbekleidung wechselt in Mailand ihr Zuhause und debütiert zugleich in den USA, mit einer dritten Adresse, die bereits im Kalender steht.
In Mailand fällt eine Entscheidung von jenem Gewicht: Man verlässt die Via Montenapoleone für den Corso Venezia 2, an der Ecke zur Piazza San Babila, in einem Raum von rund tausend Quadratmetern auf zwei Ebenen – zehnmal die Fläche des vorherigen Geschäfts. Im Inneren die Sprache, die die Marke unverwechselbar gemacht hat: dunkle Vertäfelungen, Marmor mit goldenen Maserungen und das warme Licht, das jede Boutique des Hauses begleitet. Kein Umzug, sondern ein Statuswechsel: von einer Präsenz im Quadrilatero zur Hausherrin an einem der meistfrequentierten Plätze der Stadt.

Der zweite Schritt blickt über den Ozean: Der erste amerikanische Store ist bereits an der Gansevoort Street 73 in Betrieb, im Herzen des Meatpacking District, rund 260 Quadratmeter mit elf Schaufenstern zur Straße und den historischen gusseisernen Säulen, die für das Viertel typisch sind. Die Nachbarschaft sagt alles über die gewählte Lage: Nur wenige Schritte entfernt liegen Hermès, Loro Piana und Brunello Cucinelli – genau jene Gesellschaft, an deren Tisch sich die hochwertige Daunenjacke aus Verona setzen möchte. Und das amerikanische Kapitel hat gerade erst begonnen: Für September wird die dritte Eröffnung erwartet, in Bal Harbour bei Miami.
Das Retail-Projekt, das muss man sagen, entsteht nicht aus dem Nichts: Die Marke hat über die Jahre ein Netz von Boutiquen mit unverwechselbarer architektonischer Sprache aufgebaut – zwischen Verona, Mailand, Rom und den Hauptstädten des internationalen Shoppings, stets mit derselben Grammatik aus Marmor, dunklen Hölzern und warmem Licht. Die beiden neuen Eröffnungen fügen nicht bloß Quadratmeter hinzu: Sie tragen diese Sprache an die beiden Schauplätze, an denen die gehobene Oberbekleidung ihre wichtigste Partie austrägt – das absolute Zentrum Mailands und das New Yorker Viertel, das der Luxus zu seinem eigenen Laboratorium erkoren hat.
Hinter der Expansion stehen gesunde Zahlen: rund 54 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2025, mit einem erklärten Ziel von 63 Millionen für 2026. Die Strategie ist ablesbar: den Heimatmarkt mit einem monumentalen Schaufenster festigen und das Produkt dorthin bringen, wo die Luxus-Oberbekleidung ihr natürliches Publikum hat, zwischen New York und Florida. Für Mailand gilt derweil die Nachricht in der Nachricht: Am San Babila leuchtet ein weiteres italienisches Aushängeschild der gehobenen Klasse auf, und der Schwerpunkt des Luxus-Shoppings weitet sich weiter über die historischen Grenzen des Quadrilatero hinaus aus.



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