Die Eröffnung der ersten Boutique von Pucci in der Stadt Florenz geht auf das Jahr 1951 zurück, doch tatsächlich hatte sich der Designer und Gründer der berühmten Maison der Haute Couture bereits 1947 in der Modewelt einen Namen gemacht, als ihn die amerikanische Zeitschrift Harper's Bazaar in einer von ihm selbst entworfenen, aerodynamischen Skibekleidung fotografierte.
Sein erstes Atelier richtete er im großen Familienpalazzo Pucci im Herzen von Florenz ein, wo er eng mit erfahrenen italienischen Textilherstellern zusammenzuarbeiten begann. Pucci ließ sich vom Wunsch leiten, den Frauen eine bis dahin unbekannte Bewegungsfreiheit zu schenken; so war er einer der Ersten, die revolutionäre elastische Stoffe patentieren ließen, um die damals gängigen schweren und starren Verarbeitungen zu vermeiden.
Seine Kollektionen begeisterten eine ganze Generation von Frauen, die auf der Suche nach einem modernen, dynamischen Stil waren. Seine Entwürfe zeichneten sich durch sinnliche, fließende und elegante Linien aus, die den natürlichen Kurven des weiblichen Körpers folgten.
Darüber hinaus entwarf Pucci futuristische Uniformen für Fluggesellschaften, das Logo für eine Weltraummission und ein Luxusauto. Auch schuf er Prêt-à-porter-Kollektionen sowie Accessoires, darunter Bekleidung, Taschen, Kleinlederwaren, Schuhe, Brillen, Strandmode und Seidenaccessoires. Er arbeitete mit großen Marken wie Guerlain zusammen, und ihm zu Ehren wurde die Verkleidung des Battistero von Florenz mit einem riesigen, farbenprächtigen Druck gestaltet.
Die Farben und die Naturlandschaften des Mittelmeers, aber auch die exotischen Orte, die er auf seinen Reisen entdeckte, waren seine Inspirationsquelle: eine Tradition, die über die Jahre fortgeführt wurde und seine durch und durch in Italien gefertigten Kreationen kennzeichnet. Die originalen Drucke greifen grafische und abstrakte Motive auf, die von der umgebenden Welt inspiriert sind: sizilianische Mosaike, heraldische Fahnen, balinesische Batikmuster und afrikanische Muster.