Im Jahr 1945 gründete Pierre Balmain in Paris die erste Boutique von Balmain. Sie befindet sich noch heute in der rue François 1er, doch mittlerweile wurden zahlreiche weitere Boutiquen auf der ganzen Welt eröffnet. Im Jahr 2009 wurde das historische Haus des Gründers umgestaltet und Olivier Rousteing zum Kreativdirektor ernannt.
In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg entwarf der französische Designer Kleider für Ava Gardner und Brigitte Bardot. Auch zahlreiche Filmstars trugen seine Kreationen, darunter Grace Kelly, Vivien Leigh, Katharine Hepburn und Gertrude Stein. Heute tragen viele Stars Kleidung von Balmain, unter anderem Angelina Jolie, Penélope Cruz, Nicki Minaj, Kate Moss bis hin zur Familie Kardashian.
Ein Balmain-Klassiker waren die Glockenröcke, luftig und mit betonter Hüftpartie. Die Kleidungsstücke haben sich in der Modewelt stets durch ihren raffinierten und originellen, mondänen und akribisch durchdachten Stil ausgezeichnet. Die verwendeten Stoffe sind von höchster Qualität: Wolle und Seide, Shantung oder Brokat. Zudem wird bei der Herstellung der Kleidungsstücke besonderer Wert auf die Detailverarbeitung, die Stickereien und die feinen Verzierungen gelegt.
In den fünfziger Jahren machte Balmain die Stola für den Tag und für Abendkleider populär, ebenso wie Etuikleider, die mit Jacken mit großen Knopflöchern kombiniert wurden. In jüngerer Zeit hingegen wurden die hohen, spitz zulaufenden Schultern der Kleider, die Jacken im Militärstil, die genieteten Bomberjacken, die Minikleider und die ultraschmalen Jeans im Rock-Chic-Stil zu Markenzeichen.
Der Stil der Pariser Boutique wurde kürzlich neu gestaltet, wobei einige Aspekte des ursprünglichen Maison von Pierre Balmain beibehalten wurden. Die Einrichtung insgesamt ist zugleich klassisch und modern gehalten: Sie erinnert an eine moderne Residenz des französischen Adels. Die Büsten wurden bewahrt, und die Marmor- und Parkettböden aus dem 18. Jahrhundert wurden restauriert. An den weißen Wänden wurden einige Veränderungen und dekorative Elemente vorgenommen. Die Einrichtungsgegenstände wurden teils durch modernere ersetzt und neue Spiegel hinzugefügt, wobei ein historischer Spiegel mit vergoldetem Rahmen erhalten blieb.